Iris Rodriguez

Journalistin & Texterin

Arno Fischer

Redaktionelles - People
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Interview: Iris Rodriguez
Portrait: Jörg Klaus
Fotos: Arno Fischer

Der das Sehen lehrt.

Intro:

'Wenn ich einen Mann fotografiere, der auf den Bus wartet, dann muss man mehr sehen als einen Mann, der auf den Bus wartet. ' Mit diesem Anspruch hat der Fotograf Arno Fischer(79) die Fotografie, vor allem die Modefotografie, in der DDR revolutioniert und sich als Professor für Fotografie in die Herzen und das Anspruchsdenken seiner Studenten gelehrt. Wir trafen ihn in seinem alten Bauernhaus außerhalb von Berlin, mitten in seinem urwüchsigen Garten, in dem eine Bank neu gekauft werden muss, wenn die Alte zugewuchert ist.

Interview:

Herr Fischer, hier in Ihrem Haus hängt ja keines Ihrer Fotos an der Wand. Warum nicht? Das fehlte noch! Meine Frau und ich hängen nur ganz selten Fotos von uns auf. Und bei meinen Bildern ist es ja auch so, dass mein Hauptwerk in den 50er Jahren entstanden ist. Davon gab es jetzt in letzter Zeit so viele Ausstellungen, dass ich die Bilder manchmal nicht mehr sehen kann. Sie sind der große alte Mann der DDR-Fotografie. Haben Sie jemals die Kamera aus der Hand gelegt?

Nein, ich fotografiere noch immer. Ich arbeite zum Beispiel seit dreißig Jahren an einem Projekt mit einer Polaroid Kamera SX 70, die ich Anfang der Siebziger Jahre bekommen habe, und fotografiere meinen Garten. Aber wie diese Bilder aussehen, kann ich ihnen nicht beschreiben, Bilder muss man sehen. Ich kann über Fotografie nicht reden, ohne sie vor mir liegen zu haben.

Dann können wir ja etwas allgemeiner werden: Was halten Sie von den schnelllebigen Looks der Werbe- und Modefotografie?

Ich habe wirklich viele Stile kommen und gehen sehen, was mich in zunehmendem Maße belustigt. Böse werde ich, wenn ich sehe, dass der Kunstmarkt Situationen schafft, die einfach irreal sind. Wenn also zum Beispiel Bilder auf 3 mal 5 Meter vergrößert werden, noch dazu am Computer bearbeitet, die dann 25.000 Euro kosten. Das ist doch absurd. Wenn es wenigstens gute Bilder wären, hätte ich nichts dagegen - und glauben sie mir, es geht mir nicht ums Geld, da bin ich ganz gönnerhaft, sondern es geht mir um die Sache. Ich finde es auch schade zu sehen, dass die jungen Menschen auf so etwas reagieren und dann den ein oder andren Stil, der gerade in Mode ist, kopieren.

Was macht denn für Sie ein zeitloses Bild aus?

Wirklich zeitlose Bilder sind - ohne dass ich jetzt hier einen Abriss über die Geschichte der Fotografie machen will - die Bilder von Cartier-Bresson oder von Robert Frank. Es ist die Auseinandersetzung mit dem Menschen und seiner Existenz, Bilder, in denen es noch eine zweite Dimension gibt. Schauen Sie sich diese Bilder an und Sie werden verstehen, was ich meine.

Aber wir leben nun mal in einem visuellen Zeitalter mit einem immensen Hunger nach Bildern.

Das stimmt, aber es sind schnelle, leicht zu verzehrende Bilder, möglichst noch mit Ton und Bildunterschrift. Die erzählen nicht mehr. Das optische Analphabetentum greift immer mehr um sich, natürlich unterstützt durch die Medien. Das finde ich eine traurige Entwicklung.

Die Digitalisierung der Fotografie ist nicht ganz unschuldig daran.

Das stimmt. Und etwas stört mich: Man kann jetzt Fotos ganz leicht manipulieren, Bäume oder Wolken einfach wegmachen, wenn sie einem nicht ins Bild passen. Diese Vorstellung ist für mich grauenhaft. Ein klassischer Fotograf arbeitet anders: Er geht, sieht und drückt drauf. Darin sieht man, wie viel Zufall ein gutes Bild ist. In dem Augenblick, wo wir beide uns hier unterhalten, passieren überall auf der Welt Millionen von Wahnsinnsmotiven und vielleicht ist gerade jemand mit der Kamera zugegen und hält es, rein zufällig, fest. Ich habe manchmal Fotos gemacht, auf denen stimmte einfach alles, nur weil ich im richtigen Moment in eine bestehende Situation hineinkam und abgedrückt habe.

Dann ist ein gutes Bild Zufall?

Nicht nur. Es gibt auch Leute mit einem Fotoapparat in der Hand, die in der einen oder anderen Situation nicht sehen, was ich sehe. Im Kopf eines Fotografen muss etwas vorbereitet sein, eine gewisse Haltung oder Weltanschauung. Man sieht bewegte Dinge oder Situationen und muss im richtigen Augenblick abdrücken, damit dann alles, einfach alles im Bild stimmt. Also ich finde, eine perfekte Komposition zu fotografieren ist wie ein Fünfer in der Lotterie. Damals in Berlin sind mir einige solcher Fotos gelungen, die für mich selbst einen Level gesetzt haben, wo ich einen imaginären Eichstrich an die Wand gezogen habe, nach dem ich immer gestrebt, ihn aber nicht immer erreicht habe.

War das der Grund, warum Sie sich mehr auf das Lehren focussiert haben?

Weiß ich nicht. Es ist eigentlich eine Zeit, über die ich gar nicht so gerne rede. Wir wollten damals für die 'Sibylle ' so viel mehr als die in der DDR aktuelle Modefotografie, aber es gab ja nichts zu sehen bei uns. Kein Stern oder ähnliches, es kam nichts rüber, die Grenze war zu. Wir haben uns die Models von der Straße geholt und das gemacht, was wir für richtig hielten...

...und damit die Modefotografie in der DDR revolutioniert.

Ja, aber es waren arrangierte Geschichten und ich habe irgendwann gemerkt, dass ich das nicht mehr mochte und habe aufgehört. Ich fotografierte dann Reportagen. Von Nowosibirsk und Murmansk bis runter ans Schwarze Meer war ich immer unterwegs, habe auch einige Bücher gemacht. 1972 war ich das erste Mal im westlichen Ausland, in Äquatorial-Guinea, welches eines der ersten Länder Afrikas war, die die DDR anerkannt haben. Aus Dankbarkeit für diese Anerkennung hat die DDR - da sie kein Geld hatte - einen Texter und mich dort hin geschickt und wir haben für das Land eine Ausstellung produziert. Überhaupt bin ich für einen Ossi mächtig viel rumgekommen: 1978 zum Beispiel war ich in Dehli, Paris, Amsterdam, New York Washington und London. In einem Jahr, als Ossi! Das muss man sich mal vorstellen. Und dann auch noch mit richtigem Raubüberfall - war ein bisschen viel für mich damals. In jener Zeit habe ich dann auch angefangen, an meinem New York Buch zu arbeiten, für das Heiner Müller den Text geschrieben hat.

Sowohl Ihre New York Bilder als auch Ihre Berlin-Bilder zeigen Momente, in denen ein Mensch - auch in der Gruppe - allein und auf sich gestellt ist, allein ist mit der Welt. Das wirkt existentialistisch. Jean Paul Sartre schrieb über dieses Gefühl und Sie hielten es in ihren Bildern fest?

Kann ich so nicht sagen. Ich bin nicht so der Belesene und diesen französischen Existentialismus habe ich nicht wirklich mitbekommen Mich haben eher andere Dinge beeinflusst, wie etwa der Nouvelle Vague. Ich habe jeden Film verschlungen und die Bildsprache dieser Filme entsprach so sehr meiner eigenen Sichtweise von Fotografie. Ich habe einfach immer meine Sache gemacht, es war nie meine Absicht, Jubelfotos zu fotografieren, sondern ich wollte einfach nur gute Fotografie machen.

'Arno Fischer trägt die DDR-Fotografie über den Fluß wie der heilige Christophorus das Jesuskind". Ein ungewöhnliches Zitat, kennen Sie es?

Ja, das stammt von Stefan Raum, der seine Doktorarbeit über mich geschrieben hat und der am meisten über mich weiß, mehr noch als ich selbst. In diesem Zitat zitiert er im Grunde den Bildhauer Erich F. Reuter, der seinen Schülern aus der Bildhauerklasse an der Kollwitz-Schule, in der ich ja war, im Einführungsvortrag einen denkwürdigen Satz mit auf den Weg gab: 'Der Bildhauerei stehen schlecht Zeiten bevor, also tragen Sie sie wie der Christopherus das Jesuskind über den Fluss in eine andere Richtung. ' Und das habe ich getan, auf meine Weise, mit der Fotografie

Wie genau?

Durch mein Studium der Bildhauerei sehe ich - wo ich auch hingucke - Kompositionen. In meinen Bildern werden Sie entdecken, dass es alles komponiert ist, ohne dass ich darin eingewirkt habe oder zu irgendjemandem gesagt hätte: Geh mal weg oder stell dich mal so hin. Ich mag eben die Bilder, die so komponiert sind, dass ein Regisseur vom Film ein ganzes Team bräuchte, um das so hinzukriegen. Ich will damit nicht sagen, dass ich der große Seher bin, sondern dass ich einfach großes Glück gehabt habe.

Cartier-Bresson, Helmut Newton, Robert Frank, Josef Koudelka, Barbara Klemm, Ellen Auerbach, Wilfried Bauer - große Fotografen sind bei Ihnen ein- und ausgegangen. Trauern sie diesen Zeiten nach?

Nein, gar nicht. Das war damals einfach so. Und Besuch bekomme ich auch heute noch! Diese ganzen Kontakte zu anderen Fotografen entstanden, weil der Leiter des Institut Culturel Français ein Freund von mir und Fotofreak war und viele Ausstellungen gemacht hat. Manchmal wusste er nicht, was er mit Leuten wie Cartier-Bresson nach der Vernissage machen sollte. Dann hat er mich angerufen und gefragt: Arno, können wir nicht kommen. Das waren für alle Beteiligten großartige Erlebnisse, erst in unserer 1 1/2 Zimmer-Wohnung in der Hannoverschen Strasse, dann in unserer Wohnung am Schiffbauer Damm. Sie sind Mitbegründer der Schule 'Fotografie am Schiffbauer Damm '. Warum dieser Name? Wie gesagt sind in dieser Wohnung viele bekannte Fotografen ein- und ausgegangen und wir wollten diese Tradition zumindest im Namen weiterführen und haben die Schule so genannt, auch wenn sie in der Mauerstrasse in Mitte ist.

Wer besucht diese Schule?

Wir haben Neuanfänger und Fortgeschrittene. Aber ich persönlich nehme nur Leute, die irgendwo auf dem Weg steckengeblieben sind, keine Anfänger. Ich sehe mir die Arbeiten an und dann nehme ich sie oder nicht.

Wie entscheiden Sie darüber?

Also da finde ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Stelle heraus, wo es bei denen weitergehen könnte. Das sind natürlich unterschiedliche Stellen und meine fast fünfzigjährige Erfahrung als Lehrer hilft mir da. Wann haben Sie gemerkt, dass Sie andere das Sehen lehren können? Als meine Schüler erfolgreiche Fotografen wurden.

Das klingt sehr uneitel. Sie freuen sich einfach nur über den Erfolg Ihrer Schüler?

Selbstverständlich. Das ist doch wie wenn man Pflanzen gut wachsen sieht. Darüber freut man sich doch auch. Für mich ist das Lehren mein Lebenselixier. Wenn ich das nicht hätte, bis heute, würde ich wahrscheinlich alt und gebrechlich im Rollstuhl sitzen. Aber so ist es anders: Ich muss immer wieder auf dem Laufenden bleiben, ich kann da ja keinen Quatsch erzählen. Und das hält mich jung.

Und es macht Sie stolz?

Na klar, zu sehen, dass Menschen, die bei mir gelernt und ihr Diplom gemacht haben, mit dieser Ausbildung ins Leben einsteigen - und meist ziemlich erfolgreich - ist doch toll.

Ihr Ruf als Fotografieprofessor ist fast schon legendär, ihre ehemaligen Schüler verehren Sie - als Mensch und als Lehrer. Was machen Sie anders als andere?

Ich kann mich jedes Mal wieder neu auf die Leute einlassen und arbeite daran, nicht immer wieder dasselbe zu erzählen. Dann kann ich scheinbar auch noch nach hinten blicken und dennoch auch in die Zukunft denken. Meine ersten Sudenten waren drei oder fünf Jahre jünger als ich und heute lehre ich schon fast die Enkel dieser Leute. Manchmal hängt mir das zwar ehrlich gesagt auch zum Hals raus, wenn die mit Stapeln von Bildern kommen und sagen: Arno, kannste nicht mal.... Aber es sind eben auch immer wieder Leute dabei, die sind einfach Wow. Die fangen meistens ganz schnell alleine an zu laufen. Andere wiederum sind so unsicher, denen muss man immer wieder Mut machen und sagen, dass da wirklich was Tolles dabei ist. Aber auch das ist eine Herausforderung für mich, diesen Schülern in ihrer Entwicklung zu helfen.

Was braucht man denn für Eigenschaften, um Entwicklungshelfer für Fotografiestudenten zu sein?

Ein Stück weit Besessenheit. Und Instinkt. Dann auf jeden Fall auch Geduld. Denn die Geduld, die meine Schüler nicht haben, muss ich für sie mit haben. Ich habe die Fähigkeit, Qualität schon unter der Tischdecke zu sehen. Was die Pädagogik betrifft, bin ich wohl ein Naturtalent, damit will ich sagen: Ich habe mir das selbst beigebracht, es kam von irgendwo her zu mir. Ich glaube, dass man ein wirklich guter Pädagoge nur von Natur aus sein kann. Das hat man oder hat man nicht.

Sie haben Ihre Frau Sibylle Bergemann als Ihre Schülerin kennen gelernt und 1985, nach zwanzig Jahren, geheiratet. Wer hat denn da wem einen Antrag gemacht?

Ach wissen Sie, nach so vielen Jahren macht man keinen Antrag mehr. Es gab da keinen Zwang, es war einfach selbstverständlich, so in etwas wie ' so, nun heiraten wir mal '.

Zwei Fotografen - da redet man bestimmt viel über die Arbeit.

Wir reden viel über die Schüler und deren Arbeiten, weil meine Frau ja auch unterrichtet. Da merken wir immer wieder, dass wir zwar unterschiedliche Stile haben, aber dennoch die gleiche Auffassung von Fotografie. Meine Frau ist übrigens gerade viel erfolgreicher als ich. Sie hat eben immer einen guten Instinkt gehabt und ihren ganz eigenen Stil. Von meinen vielen Hundert Schülern, die ich hatte, war sie ganz besonders. Sie war schnell sehr eigenständig in ihrer Arbeit und ist es heute noch. Aber Gott sei Dank ist es bis heute so, dass sie, wenn es brennt, doch zu mir kommt und sagt: Arno, guck doch mal.... das gibt mir dann meine Genugtuung.

Macht es Ihnen nichts aus, wenn Ihre Frau von einer Fotoreise zurückkommt und ihre tollen Fotos zeigt? Wie ist das für Sie?

Na, das ist doch ein Hammer! Das finde ich toll, und zwar neidlos. Bei GEO achtet man sie sehr. Ich sage immer: Das sind die Fehlfarben der Sibylle Bergemann. Es freut mich und ich habe damit überhaupt keine Probleme. Allerdings kenne ich einige solcher Fälle, wo die Frau plötzlich anfing zu galoppieren und die Männer ein Problem damit hatten. Dass mir das nicht so geht hat wohl mit meiner langen Lehrtätigkeit zu tun. Als Lehrer lebt man einfach mit der Tatsache, dass ein Schüler, dem man erst vor ein paar Jahren das Gehen beigebracht hat, plötzlich an einem vorbeirennt. Für mich ist das so selbstverständlich wie das Leben selbst. Ich nehme es gelassen hin.

Das kommt auch so rüber. Sie wirken entspannt und ausgeglichen.

Na ja, es gibt im Leben immer Ecken und Kanten und ich bin schon durch einiges durchgegangen, was nicht immer einfach war. Für mich ist das Leben nicht glückliches Erwachen und glückliches Einschlafen. Ich erzähl Ihnen mal, was mich gerade unzufrieden macht: Nächsten Jahr werde ich 80 und nun kommen sie schon alle an und wollen Ausstellungen mit meinen Bildern machen - das erscheint mir wirklich wie eine vorgezogene Beerdigungsfeier! Da hab ich eine richtige Wut. Wenn ich sauer bin, sage ich zu den Leuten: pass auf, ich lade euch jetzt schon zu meinem 90sten ein, wenn ihr dann noch lebt. Da kann ich richtig bösartig werden.

Haben Sie denn ein Problem mit dem Älterwerden?

Nein! Aber man wird einfach mit dem Alter in eine Schublade gesteckt. Da kann ich doch nur lächeln. Wenn ich das schon höre, dass jemand in den Ruhestand, oder schlimmer noch: in den Un-Ruhestand geht - ein lächerliches Wort! Mich macht einfach die Reaktion der Gesellschaft auf das Alter wütend. Und jetzt kommt ja noch hinzu, dass die Alten immer älter werden. Da soll man doch am besten große Lager aufmachen, alle rinn und dann kriegen die dort schön jeden Tag ihre Suppe...solche Gedanken kommen mir einfach.

Fotografieren heißt für Sie: Sehen und finden. Was haben Sie für sich persönlich im Leben gefunden?

Kann ich so jetzt gar nicht sagen. Aber einmal habe ich plötzlich 38.000 Ostmark auf meinem Konto gefunden, weil ein Buch in die zweite Auflage gegangen war. Das war eine schöne Überraschung. Aber fragen Sie mich nicht, wie das Konto nach drei Wochen aussah. Ich darf einfach nicht viel Geld haben.

Warum, was passiert dann?

Da fällt mir immer etwas ein und ich kaufe mir irgendeinen Quatsch, den man nicht braucht.

So wie die Kuh, die dort draußen im Stall steht?

Ach, Sie meinen Törty? Die haben wir damals zu uns genommen, weil sie sonst erschossen worden wäre. Sie war aus ihrer Herde abgehauen, ließ sich nicht mehr einfangen. Als ich sie mal wieder besuchte, um ihr Kohl und Blättern zu bringen, stand da einer mit seinem Gewehr. 'Ich erschieß die jetzt ', sagte er. Ich sagte: 'Das lassen sie mal bleiben '. Also habe ich mit meiner Frau die Kuh auf unser Grundstück gelockt, das Tor hinter ihr geschlossen und dann hat sie uns erst mal zwei Tage lang den ganzen Garten abgefressen, bis wir ihr ein Terrain eingerichtet haben. Das war vor drei Jahren, seitdem streicheln wir sie jeden Tag und reden mit ihr.

Infokasten:

Arno Fischer (14.April 1927 in Berlin) studierte - bevor er sich der Fotografie zuwandet - Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weisenseee, wo er spüter auch lehrte. Er war Prfessor für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leiipzig, seit 1972 Gastdozent, ab 1985 bis 1993 als Professor. Ab 1990 lehrt er an der FH Dortmund. In Berlin gründete er eine private Fotografenschule mit, an der er bis heute lehrt. Er war einr der stilbildenden Fotografen in der DDR mit seinen Modeaufnahmen für 'Das Magazin ' und die Zeitschrift 'Sibylle ' und die Wocheneitung 'Sonntag '. Er hat ua. Die Fotos für die Stelen des Marx.Engels.Forums in Berlin Mitte ausgewählt.
Mit seiner Frau, der renommierten Fotografin Sibylle Bergemann, lebt er nahe Gransee in Brandenburg.

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